Die Stunde begann zuerst einmal mit Organisatorischem. Frau Schütze erklärte uns, dass wir gegen Ende des Schuljahres das Thema `´Freiheit“ durchnehmen werden. Sie meinte es sei besser dieses Thema an einem Tag in einer Art Projekt zu bearbeiten und ließ uns nun darüber abstimmten, ob wir damit einverstanden wären, dies an einem Samstag zu machen. Im Gegenzug dazu würde dann 3-4 mal die Ethikdoppelstunde Dienstags in der 5. und 6. ausfallen. Wir einigten uns also auf den 3.Juli.
Das Thema der Stunde war nochmals UTILITARISMUS. Wir bekamen ein Blatt mit einer Zusammenfassung über Jerermy Benthams Lebenslauf, welches wir uns zu Hause durchlesen können. Dann besprachen wir die in der letzten Stunde bearbeiteten Aufgaben vom Internet. Dazu zeichnete Frau Schütze eine Tabelle an die Tafel, welche das hedonistische Kalkül darstellte. Maxi sollte an die Tafel und wir versuchten nun gemeinsam die Kreuze bei verschiedenen betroffenen Leuten zu setzten. Die Auswahl bestand aus unmittelbarer Freude, unmittelbarem Leid, mittelbarer Freude und mittelbarem Leid. Bei den geretteten Babys waren wir uns schnell einig, dass diese nur unmittelbare Freude verspüren, also die Freude in erster Linie. Beim kranken Baby ist es natürlich dann gegensätzlich zu den geretteten, also unmittelbares Leid. Das die Eltern des kranken Kindes in erster Linie Leid verspüren war uns schnell klar. Es folgte dann aber noch eine Diskussion darüber ob sie nicht auch mittelbare Freude haben. Das war sehr schwer zu beantworten, da es sehr auf den Charakter des Menschen ankommt, ob er sich also freut, trotz dem Tod des eigenen Kindes, 3 oder noch mehr anderen Kindern das Überleben ermöglicht hat. Nach einer Abstimmung entschieden wir uns dann dafür. Beim Arzt bzw. der Krankenschwester fiel es uns noch schwerer deren Freude oder Leid zu benennen. Da er sich in seinem Beruf nicht mit jedem Schicksalsschlag näher seelisch auseinander setzten sollte, haben wir uns bei ihm nur für mittelbare Freude entschieden, da er bestimmt in zweiter Linie froh ist das mehrere Kinder dadurch gerettet werden konnten.
Als weiten Schritt sollten wir nun die Probleme des hedonistischen Kalküls herausfinden. Viele davon waren uns ja auch schon begegnet, da wir große Probleme hatten die Tabelle zügig auszufüllen und es oft Meinungsverschiedenheiten gab, war Raimi sogleich als erstes Problem anführte. Fiona wies auf die unterschiedlichen Charaktere der betroffenen hin, die wir gar nicht kennen und somit nicht darüber entscheiden können. Elisabeth bestätigte dies mit der Aussage das wir die Freude und das Leid der Personen nicht beurteilen können. Auch Elena fand dies schwierig, da sie meint, dass an das Leid des Arztes mit dem Leid der Eltern nicht gleichsetzten könne, da das Leid der Eltern eigentlich viel größer sei. Außerdem sei es schwer die Gruppe der Betroffenen abzugrenzen, was Nils noch ergänzte. Pablo fasste es nochmals zusammen mit den Worten, dass hier Quantität des Glückes zähle und es keinen Qualitätsabstufungen gäbe, was also das größte Problem dieses Kalküls darstellt. Man sollte als die Betroffenheit verschiedener Menschen in unterschiedlichen Umständen auch unterschiedlich bewerten. Dieser Philosoph wurde also sehr stark kritisiert.
Also hat John Stuart Mill (1806-1883) dieses System weiterentwickelt. Wir bekammen ein doppelseitig bedrucktes Blatt mit der Aufgabe es in Stillarbeit zu lesen und herauszuschreiben, worin die Weiterentwicklung des Utilitarimus von John Stuart Mill im Vergleich zu Jeremy Bentham besteht (Gemeinsamkeiten/Unterschiede). Der wichtigste Punkt ist, dass nun nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität mitentscheiden sollte.
Die Hausaufgabe besteht darin Informationen zum Leben des J.S.Mill zu suchen und zu erläutern inwiefern Mills Theorie heute noch aktuell ist. Dazu steht im Beitrag eins weiter unten noch ein Link von Frau Schütze.
Liebe Grüße und ganz viel Spaß auf der Abitparty morgen Abend.
Verfasst von nessa92